
Amt für Stadtplanung und Wohnen: Keine Anwohnerstraße
Schaut man nach Hausnummern, hat die Schattbachstraße nur wenige unmittelbare Anwohner in dem relevanten Straßenabschnitt. Es gibt dort die Hausnummern 1,2,3,4,6 und 8. Außer Acht lässt diese Betrachtung, dass die Mehrheit der angrenzenden Grundstücke ihre Anschrift in den Parallelstraßen haben: Paracelsusweg und Äskulapweg auf der Südostseite, Albert-Schweitzer-Straße, Sauerbruchstraße, Virchowstraße und Pettenkoferweg auf der Nordwestseite. Insgesamt werden so aktuell midestens 170 Menschen unmittelbar von den Folgen des erhöhten Verkehrsaufkommens betroffen sein.

Legt man die topographischen Gegebenheiten zugrunde, dürfte die Zahl derjenigen, die vom Verkehrslärm betroffen sind, noch viel größer sein. An der Nordwestseite steigt das Gelände an, so dass der Schall dort weiter trägt.
Amt für Stadtplanung und Wohnen: Eine Verkehrszunahme um nur 40% ist zu bewältigen
Eine nicht näher genannte Voruntersuchung der Stadtverwaltung prognostiziert für den betroffenen Teil der Schattbachstraße ein erhöhtes Aufkommen von 40%. Was das in absoluten Zahlen bedeutet ist unbekannt. Auch heute ist der Verkehr in Spitzenzeiten eine Belastung für die Anwohner. Was gilt als zumutbar und was nicht? Wie soll der Radverkehr sicher geführt werden? Auch das sind Fragen auf die es keine Antworten gibt.

Die Anbindung der Universitätstraße an die Schattbachstraße muss um nördliche Anbindungen ergänzt werden.
Die Planung aus den Sechzigerjahren sah vor, dass der Verkehr von der Universitätsstraße zur Hustadt über den anwohnerfreien Hustadtring läuft. Daher „fehlen“ die Anschlüsse nach Norden zur Schattbachstraße. Eine beliebte Abkürzung ist daher der „U-Turn“ an der Einmündung zur Lise-Meitner-Allee. Die Anschlüsse in Richtung Fachhochschule, Lennershofviertel und TQ sind hingegen gut ausgebaut.
Die heutigen Planer scheinen diese anwohnerfreundlichen Planungsprämissen vergessen zu haben und sinnieren stattdessen über Ampeln und Kreisverkehre, um die Nordanbindung durch das Wohngebiet zu ermöglichen. Genauere Aussagen gibt es dazu momentan aber auch nicht. Hier fordert die Bürgerinitiative eine präzise Nachschärfung.
